Posts tagged ‘GPE’

25. Juni 2012

Großbritanniens Finanzindustrie wehrt sich gegen deutsche Vormachtstellung

Ein Gastbeitrag von Mirko Knoche*

Wappen der City of London. Bildquelle: Wikipedia

Kappt die Insel ihre Verbindungen zum Kontinent? Der britische Premierminister David Cameron hat es auf dem Gipfeltreffen der Europäischen Union (EU) Anfang Dezember 2011 in Brüssel abgelehnt, die Verträge des Staatenbunds zu ändern. Noch in der Nacht zum 9. Dezember wollten ihm Schweden, Tschechien und Ungarn den Rücken stärken. Tagsüber knickten deren Regierungschefs dann aber ein. Von 27 EU-Mitgliedsländer wollen nun 26 einen Separatvertrag abschließen, um scharfe automatische Haushaltskontrollen einzuführen. So soll der Zusammenhalt der Euro-Zone gesichert werden.

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26. März 2012

Geopolitischer Brennpunkt Griechenland

Griechenland im Spiegel von Großmachtinteressen und Globaler Politischer Ökonomie

Von David X. Noack

Griechische Flagge zur Unabhängigkeitswerdung

Griechische Flagge zur Unabhängigkeitswerdung

1832 wurde der bayerische Wittelsbacher Prinz Otto, Sohn König Ludwigs I. von Bayern, als Otto der Erste der erster griechische neuzeitliche König. Otto I. war den revolutionären Hellenen von den europäischen Großmächten Großbritannien, Frankreich und Russland aufgedrückt worden. Zur Herrschaftssicherung hatte König Otto noch bis 1843 bayrische Truppen vor Ort. Das „unabhängig“ gewordene Königreich fristete ein Dasein als Spielball vor allem russischer und britischer Großmachtinteressen. Moskau verfolgte über Jahrhunderte den Drang an die warmen Meere und London hatte ein Interesse an den Handelsrouten auf den Weltmeeren, vor allem nach Indien.

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20. Januar 2012

Flandern, Wallonien, der Neoliberalismus und der Rheinische Kapitalismus

Kapitalfraktionen in Belgien

Von David X. Noack

Die südbelgische Region Wallonien dominierte die Wirtschaft Belgiens in der Blütezeit des Kapitals im 19. Jahrhundert. Französisch wurde landesweit gesprochen und der Kongo, Privatbesitz des belgischen Königs, war ebenso frankophon. Genau wie das französische Kapital investierte das belgische viel in das Russische Zarenreich. Der finanzkräftigste Financier Belgiens war jedoch Baron Empain, der mit der französischen Schneider-Gruppe (eine der wenigen in atlantische Wirtschaftszirkulationen eingebundene Unternehmensgruppen Frankreichs) verbandelt war.

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25. Mai 2011

Jenseits der Berlusconi-Affäre

Kapitalfraktionskämpfe in der Geschichte Italiens

Von David X. Noack

Auf Italien schaut die europäische Öffentlichkeit vor allem deshalb, da Silvio Berlusconi wieder einmal in Sex-Skandale und andere Affären verwickelt ist. Vergessen bleibt dabei eine lange Geschichte der Kapitalfraktionskämpfe in dem südeuropäischen Land, innerhalb derer auch Berlusconi bis heute keine geringe Rolle spielt.

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7. Oktober 2010

20 Jahre Wiedervereinigung – 20 Jahre Durchmarsch des Neoliberalismus

Die Deutsche Einheit und das Ende des Rheinischen Kapitalismus

Von Michel Buckley

„Bei der nächsten Wiedervereinigung machen wir alles besser“: So begegnete Kurt Biedenkopf schon 1992 Kritikern des Wiedervereinigungsprozesses. Wünschen tut man sich dies auch 20 Jahre später, denn auch dieses Jahr war deutlich: Richtig Freude wollte nicht aufkommen. Stattdessen wurde der zwanzigste Jahrestag nach der Rede von Bundespräsident Christian Wulff erneut von einer Islam-Debatte beherrscht. Der 3. Oktober ist an sich kaum mehr als ein bürokratisches Datum, ausgesucht vor allem um zu verhindern, dass die DDR noch einen 41. Jahrestag (am 7. Oktober) feiern konnte.

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10. September 2010

Bislang schlägt sich die herrschende Klasse gar nicht schlecht!

Ein Kommentar von Kees Van Der Pijl

Erklärungen, wonach die gegenwärtige Krise die schwerste seit den 1930er Jahren sei, übersehen in aller Regel, dass mindestens drei grundlegende Unterschiede einen solchen Vergleich problematisch machen. Erstens gibt es keinen neuen Modus der Kapitalakkumulation, der (wie damals der Fordismus) an den Rändern des herrschenden Modus entstanden ist und den Platz der ausgedienten, alten Ordnung einnehmen könnte.

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