Die politische, politökonomische und militärische Entwicklung des Jemens bis zum Jahr 2010


Von David X. Noack

Seit 20 Jahren befindet sich der auf der Südseite der arabischen Halbinsel gelegene Staat des Jemens in einem beispiellosen Zerfallsprozess. Ein Bürgerkrieg und die Militärintervention einer von Saudi-Arabien angeführten internationalen Militärkoalition bilden die bisher letzten traurigen Kapitel dieser Entwicklung. Die Grundlage des Zerberstens des jemenitischen Staates schufen mehrere wirtschaftliche Schocks, darunter ein neoliberales Schockprogramm, welche das soziale Gefüge des Landes auseinanderbachen. Darüber hinaus ist der Jemen mit seiner strategischen Lage am Bab al-Mandab („Tor der Tränen“), der Wasserstraße zwischen Rotem und Arabischem Meer, Ziel der Einflussversuche diverser Regional-, Groß- und Supermächte. Deren Ambitionen fiel das Land in den vergangenen 50 Jahren auch immer wieder zum Opfer.

Auf dem Gebiet des heutigen Jemen existierten für eine lange Zeit zwei verschiedene Staaten: Der Südjemen im Osten und Süden sowie der Nordjemen im Westen und Norden. Letzterer Staat hatte eine zwei bis drei Mal so große Bevölkerung als der auch an den Oman grenzende Südjemen. Über viele Jahrzehnte hinweg entwickelten sich die beiden jemenitischen Staaten in unterschiedliche Richtungen, was heutzutage eine weitere Bruchlinie darstellt, an welcher sich derzeit die gesellschaftlichen Konflikte des Landes entladen.

Als historische Ausnahme von der Regel regierte die Herrscherfamilie der al-Qasimi vom Ende des 17. Jahrhunderts an über die Gebiete des heutigen Jemens. Immer wieder im Verlauf der Geschichte des Jemens zerfiel das Land jedoch in verschiedene Einzelteile. Als in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts die britische Kolonialmacht im südjemenitischen Aden Fuß fasste, hatte sich der Südjemen beispielsweise in verschiedene Sultanate, Emirate und Scheichtümer aufgeteilt. Die neuen Kolonialherren verstetigten diesen Zustand im Jahr 1904, als sie die Grenzen des Südjemens im Rahmen eines „Protektorats Aden“ endgültig festschrieben. Der Jemen blieb fortan dauerhaft zweigeteilt.[1]

Der Nordjemen friste bis Anfang der 1960er Jahre ein Dasein als konservativ regiertes und eher isoliertes islamisches Imamat. Die ihre Herrschaft religiös begründenden Staatschefs gehörten der religiösen Minderheit der Zaiditen an, einer kleinen schiitischen Strömung des Islams. Diese unterscheidet sich von den 12er-Schiiten und steht eher der sunnitischen Schule der Schāfiiten nahe. Der Nordjemen verblieb zu dieser Zeit größtenteils in feudalen Strukturen: Ein Großteil der Bevölkerung organisierte sich in Stammesgesellschaften. Im Wirtschaftsbereich existierten kaum Gesetze und keine einzige jemenitische Bank – lediglich eine Filiale einer saudi-arabischen Bank. Aus Angst vor einem steigendem saudi-arabischen Druck trat der Nordjemen 1958 der Vereinigten Arabischen Republik mit Ägypten und Syrien bei. Die Union existierte jedoch weitestgehend auf dem Papier. Das konservativ regierte Imamat und die beiden baathistischen Regierungen in Kairo und Damaskus passten ideologisch nicht zueinander. Im Dezember 1961 erklärten die involvierten Parteien dann folgerichtig, dass die Union beendet sei.

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Karte des Nordjemens zur Zeit der Systemkonfrontation (Quelle: Wikimedia; Lizenz: CC 3.0)

Doch im Jahr darauf, im September 1962, putschten nasseristische nordjemenitische Offiziere gegen das Imamat – eine Beteiligung von Ägyptern wurde damals vermutet. Das Land zerfiel in die Einflussbereiche der republikanischen Zentralregierung und der konservativen Royalisten, die vor allem ihre Basis in den ländlichen Gebieten hatten. Die politischen Gegensätze entwickelten sich zu einem Bürgerkrieg. Ab Oktober 1962 griff die ägyptische Armee direkt in diesen ein. In der „Operation 9000“ dienten ab Ende 1962 rund 15.000 ägyptische Soldaten im Nordjemen und kämpften eine nervenaufreibende „Counter-Insurgency Operation“ gegen die von Saudi-Arabien und Jordanien unterstützten Royalisten. Die ägyptischen Soldaten zogen jedoch nach dem militärischen Desaster gegen Israel im Sieben-Tage-Krieg 1967 ab.[2] Für Ägypten hatte das Engagement militärisch ein bitteres Ende genommen, doch für den Abzug aus dem Nordjemen erhielt Kairo Finanzhilfen aus den Königreichen Libyen und Saudi-Arabien sowie aus Kuwait.[3] Dieses Abkommen stellte einen ersten Erfolg der Petro-Politik Riads im Süden der arabischen Halbinsel dar. Die Republikaner im Land gewannen jedoch entgegen den Wünschen Saudi-Arabiens den Konflikt im Nordjemen und konnten die Royalisten bis 1970 niederringen. Die Militärs errichteten ein technokratisches Regime, welches sich auf dem Papier einer gesellschaftlichen Modernisierung verschrieb.

Auch nach dem Ende der direkten ägyptischen Militärintervention mischten sich in den folgenden Jahrzehnten die Nachbarstaaten und Regionalmächte immer wieder in die inneren Angelegenheiten des Nordjemens ein. In den 1970er Jahren schien es beispielsweise die saudi-arabische Strategie zu sein, durch die Unterstützung einzelner Stämme den Nordjemen insgesamt zu destabilisieren und eine mögliche Vereinigung mit dem Südjemen zu verhindern.[4] Das Ziel der Regierung des Südjemens im Nordjemen auf der anderen Seite war es hingegen, die nordjemenitische linke Nationale Demokratische Front (NDF) an die Regierung im Nordjemen zu bringen.[5] Libyen unter Gaddafi unterstützte die NDF mit Waffenlieferungen in großen Umfang.[6] Die ständigen Einmischungen der äußeren Mächte hinderten den Nordjemen an einer eigenständigen Entwicklung.

Zunächst regierten im Land die republikanischen Militärs bis 1974, dann folgte jedoch nach einem vom nördlichen Nachbarland unterstützen Putsch die Regentschaft von Ibrahim al-Hamdi, der die nordjemenitischen Beziehungen zu Saudi-Arabien massiv ausbaute. Als dieser jedoch die Beziehungen zum Iran forcieren wollte, um dem saudi-arabischen Einfluss ein Gegengewicht zu geben, begann Saudi-Arabien mit der Waffenlieferung an konservative Stämme im Norden des Landes.[7] Daraufhin kam es zu einer Reihe von Putschen und politische Instabilität prägte die folgenden Jahre den Nordjemen.

Wirtschaftlich dominierte traditionellerweise die Landwirtschaft im Nordjemen. Aus dem Land wurden in kleinerem Umfang Kaffee und Baumwolle exportiert, während die Ernte der Kathstrauch-Droge („Abessinischer Tee“) hauptsächlich auf dem heimischen Markt landete. Die Republikaner hatten versucht, den Anbau dieser Droge einzuschränken, mit dem Anstieg des saudi-arabischen Einflusses kehrte jedoch eine Laissez-faire-Haltung in der Wirtschaft wieder zurück und die Produktion des Kathstrauchs nahm enorm zu. Der saudi-arabische Einfluss verhinderte außerdem eine Agrarreform.[8] Der Anteil der Landwirtschaft an der nationalen Wirtschaft nahm jedoch ab den 1950er Jahren ab und der Transportsektor gewann an Bedeutung. Eine verarbeitende Industrie konnte nur in geringem Umfang aufgebaut werden, vor allem in der Betonproduktion. Mit dem Boom der Erdöl-Königreiche in den 1970er Jahren gingen viele Nordjemeniten als Gastarbeiter in die Golfmonarchien. Dies wirkte sich in vielerlei Hinsicht negativ auf den Nordjemen aus und machte ihn von Saudi-Arabien und den anderen Golfmonarchien abhängig. Als eine der Folgen litt die jemenitische Wirtschaft unter einem Arbeitskräftemangel.[9] Der Jemen blieb ein peripher in den Weltmarkt integrierter Staat, wobei die Gastarbeiter das wichtigste Exportgut und eine der wichtigsten Einnahmequelle des Landes darstellten.

Innenpolitisch setzte der 1978 an die Spitze der Regierung geputschte Ali Abdullah Salih auf eine Politik des „Teile und herrsche“. So versuchte er durch wechselseitige Unterstützungen der konservativ-sunnitischen Stämme, der marxistischen Linken und der zaiditischen Huthi-Bewegung („Gläubige Jugend“) seine Macht zu erhalten. Eine ähnliche Strategie verfolgte das Salih-Regime in Stammes- und anderen regionalen Konflikten im Land.[10] Der 1982 gegründete „Allgemeine Volkskongress“ als die De-facto-Einheitspartei des Nordjemen verfolgte auf dem Papier eine sozialistische Ausrichtung, was sich jedoch ohne industrielle Basis als äußerst schwierig herausstellte. Die Sozialpolitik baute auf den Erdölerlösen auf – 1982 hatte ein US-amerikanischer Konzern das „schwarze Gold“ im Land entdeckt.

Im Südjemen entwickelte die Jemenitische Sozialistische Partei eine realsozialistische Gesellschaft eng angelehnt an die Staaten der Warschauer Vertragsorganisationen (WVO) – ebenso mit einer geringen industriellen Basis. Nachdem zunächst die VR China in den 1960er Jahren mit der UdSSR um Einfluss in dem Land konkurrierte, setzte sich Moskau durch und nahm ab den 1970er Jahren eine dominierende Stelle in der südjemenitischen Wirtschaft, im Militär und in der Politik ein. In den 1980er Jahren hielten sich circa 1.000 sowjetische und 500 kubanische Militärberater im Südjemen auf.[11] Neben der

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Karte des Südjemens (Quelle: Wikimedia; Lizenz: CC 3.0)

Sowjetunion und Kuba erhielt die Demokratische Volksrepublik Jemen auch Unterstützung aus der DDR: So bildete die NVA allein in den 1980er Jahren über 100 südjemenitische Offiziere in Ostdeutschland aus.[12] Ein kurzer aber äußerst blutiger Bürgerkrieg im Januar 1986 wiederum schwächte die wirtschaftliche Stellung Südjemens. Die Wirtschaft des Landes hatte danach mit enormen Problemen zu kämpfen. Außerdem sanken die Hilfen aus der Sowjetunion Ende der 1980er Jahre, was dem hochgradig von Moskau abhängigen Land zusetzte. [13] Die beiden jemenitischen Regierungen forcierten daraufhin die „Wiedervereinigung“ beider Länder. So öffneten beide Seiten 1988 ihre Grenzen, der Südjemen begann mit Wirtschaftsliberalisierungen und beide Staaten initiierten 1989 den Vereinigungsprozess beider Länder.[14] Das Ende der Sowjetunion bedeutete somit auch das Ende der Unabhängigkeit des Südjemens.

 

Doch die internationalen Beziehungen des 1990 vereinigten Jemens begannen schwierig, vor allem erschütterte der Kuwait-Feldzug des Iraks im August 1990 das innere und äußere Gefüge des Landes. Im auf die Annektion Kuwaits durch den Irak folgenden Zweiten Golfkrieg nahm die Regierung des vereinigten Jemens eine neutrale Haltung ein. Als Folge dessen ließen die Königshäuser der von den irakischen Angriffen betroffenen Länder Saudi-Arabien und Kuwait 800.000 jemenitische Gastarbeiter ausweisen.[15] Die auf die Überweisungen dieser Gastarbeiter hochgradig angewiesene jemenitische Wirtschaft erlebte durch den Golfkrieg somit einen ökonomischen Schock.[16] Die jemenitische Währung verlor drei Viertel ihres Wertes und die Arbeitslosigkeit im Land stieg auf ein Drittel.[17] Die meisten Sicherheitsberater im damals zur Hauptstadt des vereinigten Jemens gewordenen Sanaa kamen zu dieser Zeit aus dem baathistischen Irak.[18] Die enge Allianz zwischen dem Jemen und dem Irak hatte verheerende Folgen für das sozioökonomische Gefüge des Landes.

Auch die Vereinigung mit dem Südjemen entwickelte sich zu keiner Erfolgsgeschichte. Zunächst fanden bis zu 200 Politiker der bis 1989 als sozialistische Einheitspartei regierenden Jemenitischen Sozialistischen Partei (JSP) in den ersten Jahren der Wiedervereinigung ihren Tod. Während viele Jemeniten davon ausgingen, dass die Zentralregierung hinter den Attentaten stecken würde, stellte sich erst später heraus, dass Rückkehrer aus dem Afghanistankrieg als Drahtzieher fungiert hatten.[19] Nachdem die JSP bei den gesamtjemenitischen Wahlen von 1993 lediglich 20 % der Stimmen erlangte, zog sich der jemenitische Vizepräsident in den Süden zurück und erklärte die Schaffung einer „Demokratischen Republik Jemen“. Viele Südjemeniten fühlten sich wirtschaftlich diskriminiert und ergriffen die Waffen im aufkommenden Kampf gegen den Norden. In einem mehrmonatigen Bürgerkrieg im Jahr 1994 versuchte sich der Süden dann gewaltsam wieder vom Norden abzuspalten.[20] Bei ihrem Kampf um Unabhängigkeit konnten die südjemenitischen Politiker trotz ideologischer Differenzen auf saudi-arabische Unterstützung setzen.[21] Die südjemenitischen Separatisten verloren den Bürgerkrieg und das Salih-Regime konnte mithilfe der konservativen Islah-Partei, die enge Verbindungen nach Saudi-Arabien unterhielt, weiterregieren.

Der wirtschaftliche Verfall und die tiefgehende innere Zerrüttung führten dazu, dass sich Nachbarstaaten ihre Beute am zerfallenden Jemen sichern wollten: Im Dezember 1995 kämpften jemenitische und eritreische Soldaten um die Insel Hanish im Roten Meer. Die jemenitischen Soldaten zogen nach dem Konflikt von der Insel ab.[22] Erst durch eine Schiedsspruch des Haager Ständigen Schiedshofs im Jahr 1998 konnte der Jemen die meisten Inseln des Archipels wiedergewinnen. Darüber hinaus verlor der Jemen bei einer Grenzfestlegung mit Saudi-Arabien im Jahr 2000 circa eine Million Quadratmeter an Land. Riad hatte dafür wirtschaftliche Versprechungen gemacht, die jedoch bis heute nicht eingehalten wurden.[23] Territorial amputiert schlitterte der Jemen immer weiter ins Chaos und in die Armut.

Doch nicht die territorialen Ambitionen der Nachbarländer, sondern die sozioökonomische Entwicklung des Landes führten zum Staatszerfall nach dem Jahrtausendwechsel. So kollabierte 1995 nach den verschiedenen ökonomischen Schocks durch den Golfkrieg und den kurzen Bürgerkrieg 1994 die jemenitische Wirtschaft und die Zentralregierung in Sanaa nahm ein Programm des Internationalen Währungsfonds (IWF) an. In der ersten Phase des vom IWF diktierten Plans vom März bis Oktober 1995 stiegen die Ölpreise für die Bevölkerung um 80 % und die Strompreise um 60 %. In der zweiten Phase vom Januar 1996 bis Oktober 1997 senkte die Zentralregierung die Staatsausgaben, schränkte die staatliche Kontrolle der Wirtschaft ein und entließ tausende Staatsbedienstete. Darüber hinaus wurden die Subventionen für Weizen und Weizenmehl gestrichen und ein Privatisierungsprogramm gestartet.[24] Die Wirtschaftskrise mündete in eine sich immer weiter ausbreitende Armut. Der Jemen gilt mittlerweile als eines der ärmsten arabischen Länder.

Sozusagen als Sozialmaßnahme hielt die jemenitische Regierung in den 1990er und 2000er Jahren die Armee des Jemens weiterhin sehr groß. Mit circa 67.000 Mann unter Waffen besitzt der Jemen die fünftgrößte Armee der arabischen Welt – noch vor den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine zusätzliche Verstärkung der jemenitischen Armee bildeten geflüchtete irakische Offiziere, die nach dem Sturz des Saddam-Regimes in den Jemen flohen. Von diesen hatten einige Erfahrung im Kampf gegen Aufständische in bergigen Gegenden – aus den Zeiten der Operationen in Irakisch-Kurdistan.[25] Die jemenitische Armee setzte auf deren Erfahrung bei ihrem 2004 begonnenen Kampf gegen die Huthis im gebirgigen Nordjemen.

Die katastrophalen sozialen Folgen dieses IWF-Programms trieb viele Menschen in die Verzweiflung. Nachdem 1998 das Land durch immer wiederkehrende Terroranschläge von al-Kaida-nahen Gruppen erschüttert wurde, gipfelten die politischen Konflikte um die Minderheit der Huthis im Norden des Jemen ab 2004 auch in Gewalt. Zu guter Letzt versuchen verschiedene Kräfte im Südjemen seit 2009 ihren Landesteil wieder vom Mutterland abzuspalten. Tausende schlossen sich in allen Landesteilen den unterschiedlichen bewaffneten Gruppen an. Der Gruppe „al-Kaida auf der arabischen Halbinsel“ im Jemen sollen sich mittlerweile 1.000 Kämpfer angeschlossen haben.[26] Die Anführer der Bewegung „Gläubige Jugend“ (der Huthi-Bewegung) behaupten, 100.000 Kämpfer mobilisieren zu können.[27] Die Größe der südjemenitischen Separatistenbewegung wiederum ist schwer einzuschätzen. Die verschiedenen Gewaltkonflikte haben bisher laut Schätzungen insgesamt fast 10.000 Menschen das Leben gekostet.

Im Zuge des 2001 von den USA wieder begonnenen „Krieges gegen den Terror“ geriet der Jemen erneut verstärkt ins Fadenkreuz der Großmächte. So setzte die US-Armee auf die Bekämpfung von „al-Kaida auf der arabischen Halbinsel“ durch eine enge Zusammenarbeit mit der jemenitischen Armee und den Einsatz von Drohnen. Auch die britische Armee und die Bundeswehr kooperierten mit der jemenitischen Küstenwache, entsandten Spezialkräfte und stationierten Berater zur „Ausstattungshilfe“ im Land.[28] Da die anhaltende wirtschaftsliberale Ausrichtung der jemenitischen Zentralregierung der breiten Masse der Bevölkerung jedoch keinerlei Perspektiven bot und die verschiedenen gewaltsamen Konflikte im Land das Elend nur verschärften, driftete der Jemen immer weiter ins Chaos ab.

[1] Noel Brehony: Yemen and the Huthis: Genesis of the 2015 Crisis, in: Asian Affairs, Jg. 46 (2015), Nr. 2, S. 232–250 (hier: S. 232/233).
[2] David M. Witty: A Regular Army in Counterinsurgency Operations: Egypt in North Yemen, 1962–1967, in: The Journal of Military History, Jg. 65 (2001), Nr. 2, S. 401–439.
[3] Giovanni Donini: Saudi Arabia’s Hegemonic Policy and Economic Development in the Yemen Arab Republic, in: Arab Studies Quarterly, Jg. 1 (1979), Nr. 4, S. 299–308 (hier: S. 305).
[4] Carlos A. Parodi/Elizabeth Rexford/Elizabeth Van Wie Davis: The Silent Demise of Democracy: The Role of the Clinton Administration in the 1994 Yemeni Civil War, in: Arab Studies Quarterly, Jg. 16 (1994), Nr. 4, S. 65–76 (hier: S. 67).
[5] Ebenda.
[6] Fred Halliday: Revolution and Foreign Policy: The Case of South Yemen, 1967-1987, Cambridge 2002, S. 173. Hier erwerbbar.
[7] Donini: Saudi Arabia’s Hegemonic Policy and Economic Development in the Yemen Arab Republic, S. 305.
[8] Ebenda, S. 306/307.
[9] Ebenda, S. 307/308.
[10] Noel Brehony: Yemen and the Huthis: Genesis of the 2015 Crisis, in: Asian Affairs, Jg. 46 (2015), Nr. 2, S. 232–250 (hier: S. 234).
[11] Norman Cigar: South Yemen and the USSR: Prospects for the Relationship, in: Middle East Journal, Jg. 39 (1985), Nr. 4, S. 775–795 (hier: S. 777/778).
[12] Klaus Storkman: Geheime Solidarität – Militärbeziehungen und Militärhilfen der DDR in die „Dritte Welt“, Berlin 2012, S. 397. Hier erwerbbar.
[13] Brehony: Yemen and the Huthis: Genesis of the 2015 Crisis, S. 236.
[14] Alan Cowell: 2 Yemens Let Animosity Fizzle Into Coziness, The New York Times 20.10.1989. Hier abrufbar.
[15] Parodi/Rexford/Van Wie Davis: The Role of the Clinton Administration in the 1994 Yemeni Civil War, S. 68.
[16] Nora Ann Colton: Yemen – A Collapsed Economy, in: Middle East Journal, Jg. 64 (2010), Nr. 3 , S. 410–426 (hier: 414–417).
[17] Parodi/Rexford/Van Wie Davis: The Role of the Clinton Administration in the 1994 Yemeni Civil War, S. 74.
[18] The Unification in Araby, in: The Economist, 03.03.1990.
[19] Brehony: Yemen and the Huthis: Genesis of the 2015 Crisis, S. 250Fn6.
[20] Parodi/Rexford/Van Wie Davis: The Role of the Clinton Administration in the 1994 Yemeni Civil War, S. 68–72.
[21] Ebenda, S. 70.
[22] Arthur H. Westing: The Eritrean-Yemeni Conflict Over the Hanish Archipelago: Toward a Resolution Favoring Peace and Nature, in: Security Dialogue, Jg. 27 (1996), Nr. 2, S. 201–206 (hier: S. 203).
[23] Jomana Farhat: Saudi-Yemeni Border: A Line in the Sand, english.al-akhbar.com 15.06.2012. Hier abrufbar.
[24] Colton: Yemen – A Collapsed Economy, S. 418.
[25] Yemen: The Persian-Arab Proxy Battle, stratfor.com 01.09.2009. Hier abrufbar.
[26] Colin Freeman/Barney Henderson/Mark Oliver: Al-Qaeda map: Isis, Boko Haram and other affiliates‘ strongholds across Africa and Asia, telegraph.co.uk 12.06.2014. Hier abrufbar.
[27] Houthis Kill 24 in North Yemen, yemenpost.net 27.11.2011. Hier abrufbar.
[28] Jürgen Wagner: Jemen: Nächstes Aufmarschgebiet im „Krieg gegen den Terror“, IMI-Analyse 2010/007. Hier abrufbar.

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